BEDINGUNGEN · 6 Min.
Wie Alter, Textschwierigkeit und Gerät das Ergebnis verändern
Gemessen wird die Begegnung mit einem Text
Ein Lesewert ist keine unveränderliche Personeneigenschaft. Worthäufigkeit, Satzlänge, Vorwissen, Schriftgröße und Kontrast verändern den Aufwand. Zwei Webseiten können daher verschiedene Aufgaben messen.
Leseflüssigkeit entwickelt sich in Kindheit und Jugend; im höheren Alter können Kontrast und kritische Schriftgröße wichtiger werden. Individuelle Unterschiede sind groß und eine App kann Ursachen nicht diagnostizieren.
Das Display gehört zur Messung
Auf dem Smartphone beeinflussen Zeilenbreite, Browserleisten, Ausrichtung und Berührung die Erfahrung. Auch Forschung zu digitalem und gedrucktem Lesen zeigt abhängig von Aufgabe und Zeitdruck unterschiedliche Ergebnisse.
Für persönliche Vergleiche sollten Gerät, angenehme Schriftgröße, Helligkeit und Textniveau ähnlich bleiben. Barrierefreiheitseinstellungen sind Teil guter Lesebedingungen.
Quellen
- Calabrèse, A. et al. (2016). Baseline MNREAD Measures for Normally Sighted Subjects From Childhood to Old Age.
- Delgado, P. et al. (2018). Don't throw away your printed books: A meta-analysis on the effects of reading media on reading comprehension. DOI: 10.1016/j.edurev.2018.09.003
- Paterson, K. B. et al. (2018). Effects of Aging, Word Frequency, and Text Stimulus Quality on Reading Across the Adult Lifespan.
